Nachhaltige Unternehmenskultur I Impact

Aus Theorie wird Praxis: der erste öko-soziale Gründer:innen Preis im Allgäu – eine Vorstellung der Nominees.

15.02.2022
Autorin: Brit Doleschal

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Beim 1. öko-sozialen Gründerpreis 2021 für die Region Schwaben und das Allgäu waren Vertreter:innen der Stadt Kempten, IHK Schwaben, HWK für Schwaben, Gemeinwohl Ökonomie, FridaysForFuture und des Start-Up Centers der Hochschule in der Jury und sollten 12 eingereichte Gründungsideen bewerten. Die Gewinner:innen haben wir in der letzten Ausgabe vorgestellt, heute findet Ihr die erste Auswahl unserer Nominees:

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Während die ersten Weidekätzchen den Baum schmückten, hier und da die Sonnenstrahlen den Winter vertrieben, wurde eine Idee immer wirklicher. Viele bunte Blumenbeete sollten zwischen den Obstbäumen entstehen. Ihre Leidenschaft fürs Gärtnern sollte sich nicht mehr nur auf die Wohnung und den Balkon beziehen. Aloe Vera Nachkömmlinge hatten sie nämlich genug...

wild.verwurzelt sind drei junge Frauen – Angelina Diesch und Christine und Stefanie King – aus Kempten, die nun ihr eigenes Blumenprojekt verwirklichen. Sie verbindet nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch die Freude am Gärtnern, dem Kochen und dem Reisen.

Im Frühjahr 2021 haben Angelina, Christine und Stefanie dann einfach begonnen: Sie haben Beete angelegt, Saatgut gekauft, Stauden besorgt, Kontakte geknüpft und vieles organisiert.

Und nach und nach wurde aus der Idee ein buntes Blumenfeld, von denen sie den ganzen Sommer wunderbare, nachhaltige Schönheiten geerntet haben.

Von Juni bis Oktober können nun bei wild.verwurzelt bunte & wilde Blumensträuße und ganz individueller Blumenschmuck für Veranstaltungen bestellt werden – regional, nachhaltig und vor allem mit viel Liebe gemacht! Eine der Verkaufsstellen ist am St. Mang Platz die Kara Brew Bar vom Fatih, ebenfalls Nominee mit seiner BabaSchorle. Hier können vorbestellte Blumen abgeholt oder spontan Sträuße gekauft werden. Falls ihr auch selbst das bunte Blumenfeld erleben möchtet, bucht einfach einen Workshop bei ihnen.

“Durch die Green Business Days konnten wir auch einen ganz besonderen Kontakt knüpfen und freuen uns, dass wir 2022 mit Unterstützung der Kohlekumpels klimapositive Blumensträuße anbieten können”, so das Gründungsteam Angelina Diesch und Christine und Stefanie King.

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Tiny Hazel

Während einer Rundreise durch Skandinavien, besuchte die ehemalige Produktmanagerin Hannah Paffen in Stockholm ein Spielwarengeschäft, welches sie auf Anhieb faszinierte. Die Idee, selbst im Spielwarenbereich tätig zu werden, ließ sie fortan nicht mehr los. Hannah erarbeitete während der Rückreise ihr nachhaltiges Geschäftskonzept, besuchte Spielwarenmessen und schrieb einen Business-Plan. Im Sommer 2020 folgte dann die Umsetzung.

Tiny Hazel ist ein Onlineshop für sozial und ökologisch hergestellte Spielwaren. Alle Produkte sind an die Natur angelehnt und pädagogisch wertvoll. Das Produktsortiment besteht aus Recycelten-, Recyclebaren- und Natur-Materialien – ganz ohne Plastik. Alle Produkte werden in Europa hergestellt. Der klimaneutrale Versand der Pakete erfolgt innerhalb Deutschlands und nach Österreich. Beim Verpackungsmaterial setzt Hannah auf bereits verwendete Kartonagen, Packband aus Naturkautschuk, sowie Kartons aus recycelter Pappe und Graspapier.

Als Onlineshop für nachhaltige Spielwaren möchte Tiny Hazel pädagogisch wertvolles und achtsames Spielen fördern. „Mir ist wichtig, dass Kinder in und mit der Natur spielen und dabei unterschiedliche Themengebiete eigenständig erkunden“, so die Gründerin. Daher absolvierte Hannah letztes Jahr zudem eine Ausbildung als Naturführerin, um die Themenbereiche Naturpädagogik und Umweltbildung stärker zu gewichten.

Das Unternehmen sieht sich als Treiber des Themas Nachhaltigkeit in der Spielwarenbranche. Die Herausforderung ist „Anders als in der Lebensmittel- oder Textilindustrie gibt es im Spielwarenbereich keine Zertifizierung für nachhaltig hergestellte Spielwaren“, so Hannah. Auf der Suche nach einer Zertifizierung, wurde Tiny Hazel somit zusätzlich zur eigenen Gründung, neben namenhaften Spielwarenherstellern wie Haba, Zapf und Sigikid, selbst Gründungsmitglied der Fair Toys Organisation (FTO). Die FTO sieht sich als Kontrollinstanz für die Einhaltung und Verbesserung von sozialen und ökologischen Standards.

„Die Green Business Days im Allgäu, waren und sind für mich eine einzigartige Gelegenheit Gründer:innen mit den gleichen Unternehmenswerten zu treffen. Es ist ein konstruktiver und freundschaftlicher Umgang miteinander. Ich freue mich sehr darüber, dass ich mit Tiny Hazel an diesem Event teilnehmen durfte“, so Gründerin Hannah Maria Paffen.

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Kontakt: hello@tinyhazel.shop
https://tinyhazel.shop/

In diesem Sinne … utoplan wünscht Euch allen ein erfolgreiches Jahr 2022 mit mehr fair & öko Spielwaren und wunderschönen Blumensträußen!


Für alle Interessierte:

Ihr findet die Teams und Informationen zu öko-sozialem Unternehmertum auf unserer Homepage: www.gemeinsam-grüner-werden.org. Meldet Euch doch zu unserem Newsletter an oder schreibt an: greenbusinessdays@posteo.de oder bd@utoplan.de.

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